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Posts Tagged ‘Ökonomie’

Aber natürlich. Es ist der Sinn eines Mindestlohns, Arbeitsplätze zu vernichten, von denen Arbeiterinnen und Angestellte arm werden. Diese Arbeitsplätze sind es wert, zerstört zu werden – ehe sie Menschenleben zerstören! Genau DESWEGEN werden Mindestlöhne in aller Welt eingeführt. Genau deswegen werden Mindestlöhne gefordert. Warum sollte man sonst einen Mindestlohn brauchen???

Wer immer sich gegen Mindestlöhne stark macht, dessen Lohn werde bitte auf drei Euro gekürzt.

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Noch vor Beginn der Koalitionsverhandlungen stellt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (die natürlich kein unabhängiges Gremium ist sondern – mit einem Jahresetat von etwa 7 Mio Euro – 100%-ige Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft) ihr asoziales „Reformprogramm“ für die künftige Regierung vor. Hierzu einige Überlegungen…

Man kann fragen, wen man will. Beinahe alle beteuern, sie würden – falls das Bedingungsloses Grundeinkommen kommt – weiter in ihrem Beruf arbeiten (höchstens etwas weniger als bisher); und die selben Menschen treibt eine panische Angst um, dass die ganzen „faulen Hartzler“ nicht mehr arbeiten wollen würden (jene also, die auch jetzt schon nicht arbeiten, aber ignorieren wir mal diesen Aspekt). Wenn nun tatsächlich alle diese Menschen, gemäß ihrer Behauptung, weiterarbeiten würden, aber (und das ist entscheidend) weniger als vorher; dann würde das Missverhältnis zwischen offenen Stellen (1 Mio) und Arbeitslosen (7 Mio) beseitigt oder gemildert werden. Augenscheinlich faule Hartz-IV-Abhängige dürften sich dann endlich über seriöse Jobangebote freuen. Jobs, von denen man nicht ökonomisch, körperlich, geistig und sozial degeneriert; auch nicht aufstocken muß. Wer soll überhaupt die horrenden Krankenkassenbeiträge bezahlen, wenn die geschädigten Zwangsarbeiter (was absehbar ist und kommen wird) in einigen Jahren millionenfach zum Arzt müssen? Geschädigt von irgendwelchen Knochenjobs, deren Aufstockung bereits von der Allgemeinheit getragen wurde – nur damit auch ja keiner auch nur eine einzige Wochenstunde weniger arbeitet. Es ist die gleiche Allgemeinheit, die auch die ausufernden Krankenkassenbeiträge tragen wird. Die Mittelschicht bezahlt die subventionierte Zwangsarbeit, die Mittelschicht bezahlt die Krankenversicherung – und wer profitiert? Lidl, Randstad und diverse Arschlochkonzerne, die europas Peripherie kaputtkonkurriert haben – und deren vorgebliche Rettung ebenfalls die Mittelschicht tragen soll. Es muss langsam mal Schluss sein mit dem Umschaufeln von Unten nach Oben; und es muss auch endlich Schluss sein mit dem Umschaufelt von der Mitte nach Oben. Es muss ein Ende haben, Merkel, Clement, Münte und wie ihr alle heißt!

… „Da liegt Europa. Wie sieht es aus?
Wie ein bunt angestrichnes Irrenhaus.
Die Nationen schuften auf Rekord:
Export! Export!“ …

(Theobald Tiger alias Kurt Tucholsky)

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Das Grundgesetz war weder in seiner ursprünglichen Form noch in seinen bisher 52 Änderungen ein Werk des Volkes, vielmehr wurde das Volk bisher daran gehindert, sich selbst eine Verfassung zu geben, wie es der Artikel 146 des Grundgesetzes ausdrücklich vorsieht. Die Funktionsaristokratie aus den Systemparteien hat sich der Souveränität des Staates bemächtigt und weigert sich, diese dem Volk herauszugeben. Die Staatsbemächtigten der BRD wissen, dass sie ihre Macht und vor allem ihre Pfründe verlieren, wenn sie sich auf direkte Demokratie einlassen, und sie werden vor nichts zurückschrecken, um dies zu verhindern. Um ihr Machtssystem gegen den Anspruch des Volkes auf demokratische Teilhabe abzusichern, hat die politische Klasse mit dem Lissabon-Vertrag geeignete Vorkehrungen getroffen. Sollte dieser Vertrag unverändert in Kraft treten, wird das Grundgesetz zu Makulatur.

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Achtung: Das Buch ist keine Satire!

So eine schlechte Fürsprache hat auch ein Kapitalismus nicht verdient. Wenn das das kapitalistische Manifest ist, hätte der Kapitalismus längst einpacken können. Hat er aber nicht. Irgendwas (entweder das Buch oder die Realität) scheint nicht zu funktionieren. Vielleicht liegts daran, dass der Autor nur moralisch und gutmenschenhaft versucht, den Kapitalismus zu rechtfertigen. Norberg ist eben kein Hegel und kein Marx, sondern ehemaliger Oberstufenanarchist, der weder BWL, noch VWL studiert hat. Ebensowenig sind bei ihm Begriffe wie Ausbeutung oder Wohlstand wissenschaftlich definiert, sondern sind einfach nur moralische Kampfbegriffe.

Hilfreich auch der Kommentar des CDU-Politikers Norbert Blüm: http://www.mdr.de/mdr-figaro/journal/907399.html

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